Aquarium für Kinder

Aquarium für Kinder

„Ich möchte ein Aquarium!“ – Kinder wünschen sich immer öfter Fische als Haustiere. Denn Aquarien und ihre Unterwasserwelt üben eine große Faszination auf sie aus. Gerade für Eltern, die nicht bereits selbst Erfahrungen mit der Aquaristik gesammelt haben, wirft dieser Wunsch viele Fragen auf: Kann das Kind das alleine schaffen? Welche Fische sind für Kinder geeignet? Was ist die richtige Aquarium Größe für Anfänger? Kann das Aquarium ins Kinderzimmer? Erfahren Sie hier, warum ein eigenes Aquarium für Ihren Nachwuchs eine gute Idee ist und was es dabei zu bedenken gibt.

Aquarium für Kinder: Die Vorteile

Ein Aquarium und Kinder – das kann der Beginn eines aufregenden, neuen Hobbys und einer lebenslangen Leidenschaft sein. Für die persönliche Entwicklung von Kindern ist es oft förderlich, wenn sie für ein Lebewesen zuständig sind. Fische und andere Wasserbewohner helfen ihnen frühzeitig Verantwortung zu übernehmen und Pflichtbewusstsein zu entwickeln. Dabei lernen sie gleichzeitig die Schönheit der Natur kennen und schätzen. Die bunte und exotische Unterwasserwelt fasziniert Kinder und fördert die Konzentrationsfähigkeit. In manchen pädagogischen Einrichtungen wird ein Aquarium für Kinder sogar ganz offiziell zu diesem Zwecke eingesetzt. Hier erfahren Sie mehr dazu.

Aquarien wirken generell beruhigend auf den Menschen und sorgen für Entspannung, das gilt auch für Kinder. Zudem macht es großen Spaß die Tiere kennen zu lernen und ihre Gewohnheiten und Verhaltensweisen unter Wasser zu beobachten. Nicht zuletzt ist ein Aquarium auch eine gute Alternative für all jene, die wegen einer Tierhaarallergie in der Familie auf kuschlige Haustiere verzichten müssen.

Aquarium für Kinder: Wichtige Vorüberlegungen

Ganz ohne entsprechende Vorüberlegungen geht es auch bei einem vergleichbar einfachen Wunsch nach einem Kinder-Aquarium nicht. Denn ob das Kind die Pflege komplett übernehmen kann, hängt stark von seinem Alter ab. Ganz generell müssen die Eltern bereit sein, das Hobby Aquarium auch mit zu tragen. Bei der Planung sollten Sie Ihren Nachwuchs von Anfang mit einbeziehen, damit er schon zu Beginn weiß worauf es ankommt und Verantwortung übernehmen kann.

Nicht besonders zeitintensiv

Doch keine Angst – ein Aquarium für Kinder ist nicht so zeitintensiv und mit einem geringeren Arbeitsaufwand verbunden als die Pflege von anderen Haustieren wie beispielsweise verglichen mit einem Hund. So kommt ein gut eingefahrenes Aquarium beispielsweise mit einem Teilwasserwechsel circa alle zwei Wochen aus. Es kann vorab hilfreich sein, wenn Sie mit Ihrem Nachwuchs einen Pflegeplan aufstellen. So weiß das Kind (und Sie auch), was an Arbeit auf einen zukommt. Für die Urlaubszeit gibt es Futterautomaten, die die Fütterung übernehmen können – meist findet sich aber auch ein hilfreicher Nachbar, der bereit ist, neben dem Pflanzengießen in der Wohnung auch die Fische zu füttern.

Der Standort: Aquarium im Kinderzimmer?

Das Aquarium im Kinderzimmer aufzustellen ist grundsätzlich kein Problem. Zusammen mit Ihrem Kind sollten Sie aber gründlich überlegen, ob Geräusche wie zum Beispiel Wasserplätschern als störend empfunden werden könnten. Doch nicht nur das Kind kann durch Geräusche gestört werden, auch die Fische sind empfindlich was Radau im Kinderzimmer angeht. Darüber hinaus sollte auf die Größe und Länge des Aquariums geachtet werden, damit es ausreichend Platz im Kinderzimmer hat. Wichtig ist aber auch, dass man einen Standort findet, der nicht direktem Sonnenlicht ausgesetzt ist, um ein vermehrtes Algenwachstum und unerwünschte Aufheizung zu vermeiden. Zum anderen muss das Becken auf einem stabilen (und geraden) Untergrund platziert werden. Das bedeutet, dass Möbel problemlos das große Gewicht tragen können müssen, das ein Aquarium mit sich bringt. Ein spezieller Unterschrank ist hierfür gut geeignet und eine ideale Lösung.

Aquarium für Kinder: Die Grundausstattung

Für welche Aquarium Größe Sie sich entscheiden hängt davon ab, welche Tiere Sie, beziehungsweise Ihr Kind, gerne halten möchten. Fische haben unterschiedliche Ansprüche an Wasserqualität, Beckengröße und Gestaltung. Bei der richtigen Größe für Aquarien gilt grundsätzlich, je mehr Fassungsvermögen, desto stabiler ist das biologische System und desto einfacher ist die Pflege. Denn je mehr Wasser sich im Becken befindet, desto stabiler sind die Wasserwerte. Daher sollten Sie gerade bei einem Anfänger Aquarium auf ein Nano Aquarium verzichten. Als klassisches Aquarium für Einsteiger gilt das 60-Liter Becken mit passender Filtereinheit und Beleuchtung.

Grundsätzlich muss man sich vor der Anschaffung eines Aquariums und den ersten Fischen überlegen, ob man lieber ein Kaltwasseraquarium haben möchte – etwa für Goldfische. Oder ob das Herz eher für wärmeliebende, tropische Fische schlägt. Beim Warmwasseraquarium gehört ein Heizstab zur Basisausstattung dazu. Die Auswahl an Pflanzen- und auch Fischarten, die sich so im Aquarium halten lassen, ist hier größer.

Gerade bei noch kleineren Kindern, die komplette Anfänger in Sachen Aquaristik sind, ist ein Aquarium-Komplettset eine gute Wahl. Die technische Ausstattung wie Filter, Heizer und Beleuchtung sind in einem solchen Aquarium-Set schon mit inbegriffen. Auch etwas Futter und Wasseraufbereiter sind in den Komplett-Sets meist vorhanden. Damit bieten sie einen direkten Start ins neue Hobby.

Aquarium für Kinder: Die Bewohner

Welche Fische für Kinder sollte man auswählen? Es gibt einige Fischarten, die nicht extrem anspruchsvoll in der Haltung sind und sich deswegen generell für Einsteiger gut eignen. Goldfische gelten zum Beispiel als klassische Anfänger-Fische für Kinder und können sogar sehr zutraulich werden.

Unter den tropischen Fischen werden gerne bunte Guppys oder Platys fürs eigene Aquarium ausgesucht. Durch ihre einzigartigen Farben sehen vor allem Guppys im Becken nicht nur toll aus, sie werden so für die Kinder auch besser individuell unterscheidbar. Toll ist außerdem, dass man bei beiden Fischarten das Fortpflanzungsverhalten gut beobachten kann – inklusive kleinen Baby-Fischen. Allerdings sollten Sie sich schon vorab überlegen, was sie mit überzähligem Nachwuchs machen möchten. Es müssen übrigens nicht immer Fische sein – auch Schnecken oder Garnelen können Kindern viel Freude bereiten.

Egal ob Goldfisch oder Guppys – Sie sollten das Aquarium nicht überbevölkern. Das stresst die Tiere und erhöht Ihren Pflegeaufwand. Lassen Sie sich am besten im Fachhandel beraten, wie viele Fische Ihr Nachwuchs in seinem Aquarium halten kann. Übrigens sollten Sie als Eltern beim Kauf der Fische dabei sein, da Fische an Kinder und Jugendliche aus Tierschutzgründen nicht verkauft werden dürfen.

Aquarium für Kinder: Die Einrichtung & Pflege

Bei der Einrichtung von Aquarien kann der Kreativität freien Lauf gelassen werden. Ob ein versunkenes Piratenschiff oder ein Unterwasserschloss, bei der Gestaltung der Unterwasserwelt ist fast alles möglich. Zudem gibt es auch die Möglichkeit fertige Themenaquarien zu kaufen. Dennoch sollten Sie darauf achten, dass den Tieren noch genug Platz zum Schwimmen im Becken gelassen wird.

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Aber auch die regelmäßige Pflege von Aquarien gehört für einen Aquaristik-Neuling dazu. Das Aquarium sollten daher regelmäßig eine Bodengrundreinigung und Scheibenreinigung erhalten und die Funktion der Technik sollten Sie zudem überprüfen. Kontrollieren Sie mit Ihrem Kind in bestimmten Abständen die Wasserwerte und führen Sie Teilwasserwechsel durch, um die gute Wasserqualität aufrechtzuerhalten. Dabei kann Ihr Kind direkt die Bedeutung der wesentlichen Wasserwerte wie Karbonathärte oder pH-Wert für das Leben im Wasser erlernen.

Mit diesen Tipps wissen Sie nun was Sie für ein kindgerechtes Aquarium benötigen und dem Wunsch Ihres Kindes steht fast nichts mehr im Weg. So wird es mit der Zeit vom Anfänger zum Profi Aquarianer werden.

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