Ursachen von braun werdenden Aquarienpflanzen

Ein Aquarium löst immer eine gewisse Faszination in uns aus und lenkt meist sofort den Blick auf sich. Dabei sind nicht nur die Fische ein entscheidender Faktor in der Aquaristik, die das Aquarium zu einem echten Hingucker machen, sondern auch die vorhandenen Wasserpflanzen können für ein zusätzliches Highlight sorgen. Außerdem sind Pflanzen wichtig für das Leben unter Wasser, denn sie produzieren tagsüber Sauerstoff und verbessern die Wasserqualität im Becken, indem sie überschüssige Nährstoffe wie Nitrat und Phosphat verbrauchen. Färben sich die Aquarienpflanzen jedoch gelb und braun oder bekommen löchrige Blätter, sind sie nicht mehr besonders schön anzusehen. Doch wieso werden die Pflanzen im Aquarium überhaupt braun und was können Sie machen, um diesem entgegenzuwirken?

Mangelerscheinungen durch Nährstoffarmut

Eine mögliche Ursache kann ein Mangel an bestimmten Nährstoffen oder Spurenelementen im Aquarium sein. Pflanzen brauchen verschiedene Nährstoffe um zu wachsen. Fehlt einer dieser Nährstoffe oder ist nur in unzureichender Menge vorhanden, kann es zu einer Mangelerscheinung kommen. Nach dem Liebigschen Minimumgesetz entsteht dieser Mangel auch dann, wenn von den anderen benötigten Nährstoffen ein Überangebot besteht. Daher ist es enorm wichtig, dass jeder einzelne benötigte Nährstoff in ausreichender Menge im Aquarium vorhanden ist.

Zu den für die Pflanze wichtigsten Makronährstoffen gehören Phosphor, Stickstoff, Kalium und Magnesium.

Phosphor

Phosphor kann durch einen Wassertest in Form von Phosphat nachgewiesen werden. Phosphat sollte weder zu viel noch zu wenig im Aquarium vorhanden sein. Ein Phosphatüberschuss führt oftmals zu braunen Flecken auf den Blättern. Außerdem kann es bei einer überhöhten Menge an Phosphat zu einem stärkerem Wachstum von unerwünschten Algen kommen. Liegt ein Mangel an Phosphat vor, führt dies zu schlechtem Wachstum sowie kleinen Trieben. Stängelpflanzen sind ein gute Indikatoren für einen Phosphat-Mangel, da sie schnell wachsen und somit schnell die bereits beschriebenen Symptome anzeigen. Einige Arten der Wasserpflanzen können sich auch dunkel oder violett verfärben, wenn ein Mangel auftritt.

Stickstoff

Ein Stickstoffmangel greift vor allem ältere Blätter an. Hierbei verfärben sich die älteren Blätter der Pflanzen von der Spitze her aus gelb bis bräunlich. Zudem kann es zu einem verkrüppelten Wuchs neuer Blätter kommen sowie zu Minderwuchs. Auch ein rötlicher Farbton kann entstehen. Für die Überprüfung des Stickstoffgehalts im Aquarium kann unter anderem ein Nitrattest verwendet werden.

Kalium

Auch ein Kalium-Mangel kann die Blätter der Pflanzen schädigen. Dies ist häufig bei starker Beleuchtung und CO2- Düngung der Fall. Die Blätter der Pflanzen weisen oft erst schwarze Punkte auf, die dann zur Bildung von Löchern führen. Daher sind durchlöcherte Blätter und ein reduzierter Pflanzenwuchs ein häufiges Symptom eines Kalium-Mangels. Zudem kann es auch zu gelblichen Blättern und Minderwuchs kommen.

Magnesium

Magnesium ist ein wichtiger Nährstoff für die Photosynthese, da er Bestandteil des Blattgrüns ist. Liegt ein Mangel an Magnesium vor, so kommt es zu einer blassen bzw. gelblichen Färbung, die meist die älteren Blätter betrifft. Die Blattadern bleiben dabei aber häufig grün.

Mikronährstoffe werden im Gegensatz zu den Makronährstoffen nur in geringer Menge von den Pflanzen benötigt. Dennoch müssen auch sie für das Wachstum vorhanden sein. Bei den Mikronährstoffen ist vor allem Eisen ein wichtiger Bestandteil. Aber auch Kupfer, Mangan, Bor, Calcium und Zink sollten nicht vernachlässigt werden.

Eisen

Ein Eisenmangel betrifft eher die neueren Blätter der Aquarienpflanzen. Hierbei bildet sich weniger Chlorophyll in den neuen Blättern. Dadurch bleiben eigentlich dunkelgrün gefärbte Blätter meist nur hellgrün oder färben sich gelb bis hin zu weiß (Chlorose). Auch hier können Stängelpflanzen sowie helle Triebspitzen ein guter Indikator für einen Mangel sein. Ist der Eisenmangel stark ausgeprägt, kann es auch zu Minderwuchs sowie schwarzem, absterbendem Blattgewebe (Nekrosen) kommen.

CO2-Mangel als mögliche Ursache

Neben den Nährstoffen muss auch ausreichend Kohlenstoffdioxid im Aquarium vorhanden sein, da die Pflanzen dieses für die Photosynthese und folglich für ihr Wachstum benötigen. Bei den meisten Aquarien ist genügend CO2 vorhanden, sodass eine extra Zufuhr nicht von Nöten ist. Wenn allerdings nur wenige Fische im Aquarium enthalten sind oder es sich um ein reines Pflanzenaquarium handelt kann die Zufuhr von CO2 sinnvoll sein. Tritt ein Mangel an CO2 auf, sind typische Zeichen dafür vor allem Minderwuchs und ein generell schlechtes Wachstum der Pflanzen. Treten diese Mangelerscheinungen auf, ist es daher ratsam die CO2-Werte zu überprüfen und ggf. CO2 zuzuführen.Die Zufuhr eines CO2-Düngers kann daher in gewissen Fällen sehr wichtig sein.

Der Bodengrund

Auch der Bodengrund kann häufig das Problem für braun werdende bzw. schlecht wachsende Aquariumpflanzen sein. Denn der Bodengrund ist einer der Grundlagen für das biologische Gleichgewicht in Aquarien. Er versorgt die Pflanzen mit wichtigen Nährstoffen. Über die Wurzeln nehmen Pflanzen verschiedene Mineralstoffe aus dem Bodengrund auf, die sie für ihr Wachstum benötigen. Verdichtet sich der Bodengrund, können Nährstoffe nicht mehr über die Wurzeln der Pflanze aufgenommen werden und es kann zu einem Mangel an Nährstoffen kommen.

Weitere Ursachen

Beim Einsetzen neuer Wasserpflanzen kann es schnell vorkommen, dass die Blätter braun werden. Die Pflanzen werden meist über Wasser gezüchtet. Werden sie dann Unterwasser als Aquarienpflanzen eingesetzt, passen sie sich sehr schnell der neuen Umgebung an und bilden neue Blätter aus. Die alten Blätter (sogenannte Luftblätter) werden dann braun und mit der Zeit abgeworfen. Darüber hinaus können auch die Aquarienbewohner verantwortlich für die Braunfärbung sein. Durch Schnecken oder Saugwelse, die sich auf den Blättern befinden, kann die Blatt-Epidermis beschädigt werden. Die Tiere fressen zudem auch das Blatt kaputt. Dies führt dann dazu, dass die Blätter braun und/oder löchrig werden und im schlimmsten Fall sogar ganz absterben können. In selteneren Fällen kann auch ein Mangel an Licht der Grund für braune Aquarienpflanzen sein. Daher sollten Sie auch auf die richtige Einstellung des Lichtes achten. Zudem stellen unterschiedliche Pflanzen unterschiedliche Ansprüche an das Licht. Lesen Sie hier mehr zur richtigen Aquariumbeleuchtung.

Das richtige Handling

Für gesunde Pflanzen ist es daher wichtig auf das Gesamtbild im Aquarium zu achten. Ein nährstoffreicher Bodengrund ist genauso wichtig, wie das Vorhandensein der Makronährstoffe und Spurenelementen in ausreichender Menge. Auch auf die Beleuchtung bzw. das Licht und die Wasserbelastung sollte geachtet werden. Zudem sollten Sie schon beim Einrichten des Aquariums auf einen zu den Pflanzen passenden Besatz an Fischen achten.

Kommt es doch einmal dazu, dass sich die Blätter Ihrer Pflanzen im Aquarium anfangen sich zu verfärben sollten Sie schnelle Maßnahmen ergreifen, um ein Absterben der Pflanzen zu verhindern. Hierfür sollten Sie die Beleuchtung sowie die Kohlenstoffdioxid-Versorgung im Becken überprüfen und Wassertests durchführen. Ein Wassertest kann Ihnen Aufschluss darüber geben, ob möglicherweise ein Nährstoffmangel vorliegt. Liegt tatsächlich ein Mangel vor, sollten Sie ein entsprechendes Düngemittel zuführen. Pflanzendünger enthalten meist die wichtigsten Nährstoffe und können daher gegen die Bildung von gelben und braunen Aquarienpflanzen bzw. Pflanzenteilen helfen. Außerdem können sie für einen gesunden und prächtigen Pflanzenwuchs in Aquarien sorgen.

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