Filterbakterien

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Kleine unsichtbare Helfer

Filterbakterien siedeln sich hauptsächlich auf den Substraten des Aquarienfilters an. Dort können die hilfreichen Filterbakterien effektiv ihre Arbeit verrichten. So bauen die Bakterien schädliches Ammoniak und Nitrit zu Nitrat ab. Dieser Prozess ist Teil der biologischen Filterung und des natürlichen Abbauprozesses (Stickstoffkreislauf) innerhalb der Aquarien.

Das Ansiedeln

Die Filterbakterien „bilden“ sich nicht über Nacht. Sie siedeln sich innerhalb von 2 bis 4 Wochen nach der Einrichtung des Aquariums auf den Substraten des Filtermaterials und auf allen Oberflächen an. Dies nennt sich biologische Einfahrphase. Wenn die Einfahrphase verkürzt werden soll, kann dem Aquarienwasser zusätzliche lebende Filterbakterien hinzugegeben werden.

Der Stickstoffkreislauf

Der Stickstoffkreislauf ist ein grundlegendes Prinzip und läuft in jedem Aquarium ab. Organische Abfälle wie abgestorbene Pflanzenreste oder Fischausscheidungen enthalten Stickstoffmaterialien. Diese werden von den nitrifizierenden Bakterien abgebaut.

Station 1

Ammoniak (NH3) entsteht durch den Abbau von abgestorbenen Pflanzenresten und durch die Ausscheidungen der Fische. Ammoniak ist schon in geringen Dosen sehr schädlich für Fische. Ein Anzeichen der Verschmutzung ist ein starker Wassergeruch.

Station 2

Unter Sauerstoffverbrauch wandeln die Filterbakterien Ammoniak zu Nitrit (NO2) um. Auch diese Stickstoffverbindung ist für Fische schädlich. Als Anzeichen der Verschmutzung gelten starke Atmung sowie „nach Luft schnappen“ der Fische und eine weißliche Färbung des Wassers.

Station 3

Das Endprodukt der Umwandlungen ist Nitrat (NO3). Dieses wird von den Pflanzen für ihr Wachstum benötigt. So schließt sich der Stickstoffkreislauf und kann wieder von vorne beginnen. Falls sich zu hohe Konzentrationen des Nitrats im Aquarium befinden, wird ein starkes Algenwachstum gefördert. Dies kann sich negativ auf das allgemeine Wohlbefinden und die die Immunabwehr der Fische auswirken.

Wie können Sie zu hohe Konzentrationen der Stickstoffverbindungen verhindern?

Zu hohe Konzentrationen von Ammoniak, Nitrit und Nitrat werden durch die regelmäßige Aquarienpflege verhindert. Dazu gehören die Entfernung von groben Pflanzenresten, das Absaugen größerer Ansammlungen des Mulms, das Auswaschen oder –tauschen des Filtermaterials und der zweiwöchige Teilwasserwechsel. Zusätzlich sollte darauf geachtet werden, dass das Aquarium nicht mit Fischen überbesetzt ist. Ein hoher Fischbestand sorgt für eine größere Wasserbelastung durch Ausscheidungen. Diese können nicht nur durch einen kleineren Fischbestand verringert werden, sondern auch durch das Füttern mit hochwertigen und ausgewogenen Fischfuttern.