Wasserwechsel im Aquarium

Wasserwechsel Aquarium Pflege Aquarium sauber machen Wasserwechsel einfach

Frisches Wasser

Der Wasserwechsel ist ein wichtiger Teil der Pflege des Aquariums. Mit der Zeit sammeln sich verschiedene Stoffe im Wasser an. Diese verschlechtern die Wasserwerte, deshalb muss der Wasserwechsel regelmäßig durchgeführt werden. 

Warum muss ein Wasserwechsel durchgeführt werden?

In der Natur leben Fische meist in fließenden Gewässern. Durch die Strömung wird altes Wasser weggespült und neues frisches Wasser zugeführt. Die Pflanzen und Fische erhalten dadurch stets neue Nährstoffe. Ein Aquarium ist ein der Natur nachempfundener Lebensraum. Der Filter versucht die Aufgaben der Strömung zu übernehmen. Jedoch kann dies nie vollständig funktionieren. Obwohl Filter schädliche Stoffe abbaut, kann er dem Aquarium kein frisches Wasser zuführen. An dieser Stelle muss der Aquarianer eingreifen.

Vorteile eines Wasserwechsel

Organische Stoffe

Fische betreiben Stoffwechsel. Sie fressen das Futter, verdauen es und scheiden es wieder aus. Dies ist ganz natürlich. In großen Mengen kann der Fischkot jedoch die Wasserwerte belasten. Ähnlich ist es bei den Pflanzen. Auch sie können das Wasser mit organischen Stoffen wie abgestorbenen Pflanzenteilen belasten. Beides wird bei einem Wasserwechsel entfernt. Grobe Pflanzenreste müssen jedoch zusätzlich mit einem Kescher entfernt werden.

Die Phosphat- und Nitratwerte werden gesenkt

Phosphat (PO4) entsteht im Aquarium als Abbauprodukt von organischem Stoffen. Zu diesen gehören wie eben bereits erklärt der Fischkot und die abgestorbenen Pflanzenteilen. Auch Futterreste können den Phosphatwert erhöhen. Neben dem Phosphat sammelt sich als zweites Abbauprodukte Nitrat (NO3) an. Beide fördern ein starken Algenwuchs und beeinträchtigen das Wachstum der Aquarienpflanzen. Ein Wasserwechsel senkt diese Werte im Aquarium und unterstützt damit ein gesundes Pflanzenwachstum.

Zu hohe Temperaturen

Ähnliches gilt für die Korrektur einer zu hohen Wassertemperatur. Leicht kühleres Leitungswasser senkt kurzfristig die Wassertemperatur im Aquarium. Aber dies ist keinesfalls eine langfristige Lösung des Problems.

Wasserwechsel: Wie oft wie viel? 

Wie bereits erklärt, sammeln sich mit der Zeit verschiedene Stoffe im Wasser an, die die Wasserwerte verschlechtern. Deshalb sollte alle 2 Wochen ein Wasserwechsel durchgeführt werden. Damit wird dem Aquarium genügend frisches Wasser mit neuen Nährstoffe zugeführt. 
Doch wie viel Wasser sollte ausgetauscht werden? Beim Wasserwechsel sollte Sie nicht das komplette Aquarienwasser auswechseln. Dies wäre sogar schädlich für Fische und Pflanzen, da wichtige Filterbakterien verloren gingen. Der Verlust der Filterbakterien würde das biologische Gleichgewicht gestört werden. In der Aquaristik hat es sich bewährt, nur 20 bis 30% des Wassers auszutauschen.

Tipp
Die zeitlichen Abstände zwischen den regelmäßigen Teilwasserwechseln lassen sich durch Wasserstabilisierer verlängern. Diese stabilisieren die wichtigen pH- und KH-Wasserwerte. Zusätzlich reduzieren sie dauerhaft die Schadstoffe Phosphat und Nitrat.

Durchführung eines Wasserwechsels: In 3 einfachen Schritten

Schritt 1:

Als erstes sollte die Technik im Aquarium abgeschaltet werden. Wenn im Zuge des Wasserwechsels weniger Wasser im Aquarium ist, kann der Filter „trocken laufen“. Dabei kann der Impeller des Filters beschädigt werden. Da dieser Wasser für seine Funktion als „Schmiermittel“ benötigt. Außerdem kann der Heizer beschädigt werden.

Schritt 2: 

Die Arbeitsschritte eines Teilwasserwechsels sind schnell erledigt, wenn das richtige Reinigungszubehör bereit liegt. Sie benötigen: einen sauberen Eimer, einen Schlauch oder Bodenreiniger und einen Wasseraufbereiter.
Ein Ende des Schlauches wird in das Aquarium gehangen, während das andere Ende des Schlauches am Eimer befestigt wird. Per Ansaugen wird ein Unterdruck erzeugt, damit das Wasser aus dem Aquarium in den Eimer fließt. Einfacher in der Anwendung ist ein Bodenreiniger. Bei diesem wird der Unterdruck durch leichtes Schütteln erzeugt. Das lästige Ansaugen wie beim Schlauch ist nicht nötig. 

Klicken Sie hier, wenn Sie erfahren wollen, ob bei Sie den Bodengrund bei einem Wasserwechsel absaugen sollten?

Schritt 3:

Nachdem 20 bis 30% des verunreinigten Wassers aus dem Becken abgeflossen ist, muss das Aquarium wieder befüllt werden. Dazu sollte aufbereitetes Leitungswasser verwendet werden.

Wasseraufbereiter

Beim Wasserwechsel wird häufig Leitungswasser verwendet. Allerdings ist dies noch nicht auf die Bedürfnisse der Aquarienbewohner abgestimmt. Leitungswasser enthält in geringen Mengen Schwermetalle sowie Chlor. Diese können schon in geringen Konzentrationen schädlich für Fische und Pflanzen sein. Sogar die wichtigen Filterbakterien könnten Schaden nehmen. Wasseraufbereiter neutralisieren die Schwermetalle wie Kupfer und Blei. Außerdem wird das schädliche Chlor unwirksam gemacht. Dadurch wird für ein intaktes Aquarium mit naturnahem Wasser gesorgt.

Tetra AquaSafe 

Tetra AquaSafe bereitet nicht nur das Wasser auf, sondern unterstützt auch die Vitalität der Fische. Denn zusätzliches Magnesium fördert das Wachstum und Wohlergehen. Das angereichte Vitamin B stärkt langfristig die Gesundheit der Fische. Außerdem wird die Ansiedlung nützlicher Bakterien im Aquarium unterstützt. Dies begünstigt die Filterung und fördert damit klares Wasser.

Was muss bei einem Wasserwechsel beachtet werden? 

Temperatur des Wassers
Zwar können Fische mit kleinen Schwankungen der Temperatur umgehen, jedoch sollten diese nicht zu groß sein. Ansonsten kann dies gefährliche Folgen für die Fische haben. Wenn kühles Leitungswasser auf warmes Aquarienwasser trifft, entweichen kleine Gasblasen. Diese können sich an den Kiemen der Fische absetzen. Dadurch kann die Atmung der Tiere gestört werden. Genauso schädlich kann zu heißes Leitungswasser sein. Erneut bilden sich kleine Gasbläschen, jedoch dieses Mal im Blut der Fische. Eine mögliche Folge ist die Verstopfung der Blutgefäße, welches gefährliche Folgen für die Tiere hätte. Deshalb sollte der Temperaturunterschied nicht mehr als 3°C betragen. 

Schwermetalle und Chlor
Die Werte des Leitungswassers sind für uns Menschen ausgelegt. Die geringen Konzentrationen von Chlor oder Schwermetallen wie Kupfer und Zink sind für uns völlig ungefährlich. Jedoch können sie für Fische, Pflanzen und nützliche Mikroorganismen sehr schädlich sein. Wasseraufbereiter neutralisieren diese schädlichen Stoffe. Deshalb sollten beim Wasserwechsel Wasseraufbereiter verwendet werden.  

Veränderung der Wasserwerte
Natürlich kann ein Teilaustausch des Wassers zu der Veränderung der Wasserwerte führen. Dies ist in den meisten Fällen nicht weiter schlimm. Eine Ausnahme kann die Erhöhung des pH-Werts im Wasser sein. Wenn der pH-Wert plötzlich ansteigt, dann kann Ammoniak im Aquarium freigesetzt werden. Welches schädliche Folgen für die Fische haben würde.