Fische ziehen ein – vom Transportbeutel ins Aquarium

Einleitung

Sie haben sich nach sorgfältigen Überlegungen also einen neuen Mitbewohner für Ihr Aquarium ausgesucht herzlichen Glückwunsch!

Nun steht die Reise zu seinem neuen Heim an. Das bedeutet für die Tiere vor allem eins: Stress. Und zwar eine Menge davon. Der beginnt schon, wenn der Fisch im Zoofachgeschäft eingefangen wird. Die Reise ins neue Heim ist sehr anstrengend für ihr neues Haustier.

Aber auch, wenn Sie die Anreise erfolgreich gemeistert haben, hört der Stress nicht auf: der Fisch muss sich an die neuen Wasserparameter Ihres Aquariums gewöhnen. Diese Dinge sollten Sie unbedingt wissen, wenn Sie einen neuen Fisch in Ihr Aquarium setzen wollen.

Die Vorbereitung

  1. Schon bevor Ihre neuen Fische an die Bedingungen Ihres Aquariums gewöhnt werden können, müssen ein paar Vorbereitungen getroffen werden. Gerade eingezogene Fische sind erschöpft und gestresst. Daher sind sie anfälliger für Krankheiten und werden leichter zum Ziel der anderen Aquarienbewohner. Um zu verhindern, dass der Umzug zum Risiko wird, sollten Sie ihre anderen Fische zehn Minuten, bevor Ihre neuen Haustiere einziehen, füttern. Das macht sie weniger angriffslustig.
    Wenn Ihre Fische gefressen haben, sollten Sie außerdem das Licht im Aquarium ausschalten.
  2. Die Tiere werden Ihnen von der Zoohandlung üblicherweise in Fischtransportbeuteln mitgegeben. Diesen Beutel sollten Sie ungeöffnet ca. 15. Minuten an der Wasseroberfläche schwimmen lassen, damit sich die Neuankömmlinge an die Wassertemperatur gewöhnen können.
  3. Nun sollten Sie in Abständen von ca. 15 Minuten immer etwas Wasser in den Beutel geben. So können sich die neuen Fische langsam an die Wasserparameter Ihres Aquariums gewöhnen.
    Alternativ zum Beutel können Sie auch einen Eimer nehmen. Der sollte für nichts anderes als Ihr Aquarium benutzt werden. Rückstände von Reinigungsmitteln und ähnlichen sind sehr schädlich für Zierfische! Spülen Sie ihn auf jeden Fall mit warmem Wasser aus, bevor Sie ihn benutzen.

    Wenn Sie die Fische an die Temperatur des Wassers gewöhnt haben, können Sie sie vorsichtig aus dem Beutel in den Eimer lassen. Achten Sie darauf, dass der Wasserstand im Eimer anfangs vier bis fünf Zentimeter beträgt und decken Sie ihn ab. So bleibt es dämmrig bis dunkel, was den Fischen weniger Stress bereitet. Außerdem sollten Sie unbedingt überprüfen, ob eines der Tiere im Beutel hängen geblieben ist!

    Zusätzlich können die neuen Fische auch mit AquaSafe behandelt werden. AquaSafe reduziert den Stress für die Fische und beruhigt die gereizte oder verletzte Schleimhaut der Neuankömmlinge mit einem natürlichen Pflanzenextrakt.
    Um AquaSafe anzuwenden sollten Sie den oben erwähnten Eimer mit ca. 5 Liter Wasser aus dem Aquarium füllen und anschließend mit einer entsprechenden Dosierung AquaSafe behandeln. Statt Wasser direkt aus dem Aquarium gleichen Sie die Fische dann mit dem behandelten Wasser an. Die passenden Dosierungen finden Sie auf dem Etikett.
  4. Nach ca. 40 bis 60 Minuten können Sie die Fische schließlich ins Aquarium setzen. Dafür fängt man die Fische mit einem Kescher aus dem Beutel, und entlässt sie vorsichtig in ihr neues Zuhause.
    Achten Sie darauf, dass so wenig Wasser wie möglich aus dem Beutel in Ihr Aquarium gelangt. Es könnte Keime enthalten.
    Warten Sie ungefähr eine weitere Stunde, bevor Sie das Licht im Aquarium wieder einschalten.

Die ersten Tage

Wenn Sie schon vor dem Kauf darauf geachtet haben, dass Ihre neuen Mitbewohner gesund wirken, sollte es eigentlich keine Probleme geben.

Diese 10 Fragen sollten Sie sich auf jeden Fall stellen, bevor Sie einen neuen Fisch kaufen! Ansonsten könnten Ihre neuen Haustiere andere Fische mit Krankheiten infizieren, oder es kann zu Revierkämpfen kommen.

Aber auch, wenn Sie sorgfältige Recherche betrieben haben, sollten Sie in den ersten Tagen ein genaues Auge auf Ihre Tiere haben. Gibt es Krankheitsanzeichen? Sterben Fische? Ist dies der Fall, sollten Sie so schnell wie möglich eingreifen.

Außerdem sollten Sie in den ersten Tagen weitere Stresssituationen vermeiden. Dazu zählen Temperaturschwankungen, ständiges Ein- und Ausschalten der Beleuchtung, Wasserwechsel oder die Reinigung des Aquariums. Geben Sie ihren Fischen Zeit, sich an die neue Umgebung zu gewöhnen.